Off-Campus

Kann direkter Einfluss aus der Tiermedizin auch Skeptiker von Tierkrankenversicherungen überzeugen?

Ein international renommierter Kleintierchirurg schließt sich mit Versicherungsexperten aus  dem Vereinigten Königreich und Deutschland zusammen und etabliert so ein deutsches Unternehmen, welches frischen Wind in die deutsche Tierversicherungsbranche bringen soll.

Die Corona-Pandemie hat weitreichende Folgen. Unter anderem hat es unter den Covid-bedingten Einschränkungen einen dramatischen Anstieg an gehaltenen Haustieren, vor allem Hunden und Katzen, gegeben. Schätzungsweise leben derzeit mehr als 102 Millionen Katzen und 85 Millionen Hunde in europäischen Haushalten.

Dabei haben die Halter meist nur eine ungefähre Vorstellung von den laufenden Kosten wie Futter, Impfungen, Fellpflege, Betreuung und Ähnliches. Dagegen haben sie in der Regel keine Idee davon, welche unerwarteten Kosten sehr plötzlich durch Unfälle, verschluckte Fremdkörper oder Infektionskrankheiten auf sie zukommen können.

Das führt im tierärztlichen Behandlungsraum häufig zu anstrengenden Diskussionen und schweren Entscheidungen, wenn die bestmöglichen Behandlungen von den Tierhaltern durchaus gewünscht, aber nicht bezahlbar sind.

In vielen Ländern wie dem Vereinigten Königreich und Schweden werden Haustier-Krankenversicherungen immer populärer und machen Tieren, Tierhaltern und auch den Tierärzten das Leben deutlich leichter.

Bei uns in Deutschland herrscht dagegen noch eine vorsichtige Zurückhaltung auf Seiten der Tierhalter, ihre Haustiere zu versichern, und auch Tierärzte zögern oft, eine Versicherung des Haustieres zu empfehlen.

Im Kontrast dazu steht, dass Haustiere im Allgemeinen immer häufiger als Familienmitglieder bezeichnet und wahrgenommen werden und dementsprechend auch die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten sollen.

Gleichzeitig werden tierärztliche Diagnosen und Behandlungen aufgrund wachsender Erkenntnisse und technischer Fortschritte immer komplizierter und kostenintensiver.

Dem zufolge wäre ein steigender Wunsch nach Krankenversicherungen für Hautiere zu erwarten. Der große Ansturm blieb bisher jedoch aus.

Professor Dick White ist international als Kleintierchirurg bekannt, in Deutschland vor allem durch seine Fortbildungskurse und seine praktische Unterstützung der deutschen Kleintixerchirurgen. Als in England praktizierender Tierarzt hat er während seiner Laufbahn  intensiv mit Tierkrankenversicherungen gearbeitet. Diese Erfahrungen sind jetzt in die Entwicklung des Smart Paws-Versicherungskonzepts eingeflossen, das sowohl die Bedürfnisse unserer Haustiere als auch die der Tierhalter und Tierärzte berücksichtigt.

Bei den Recherchen, die den Konzepten vorangingen, mussten die Gründer feststellen, dass in der Vergangenheit verschiedene Negativmeldungen über traditionelle Versicherungsunternehmen zu einem vorsichtigen Misstrauen der Tierärzte und Tierhalter geführt haben. Dabei ging es vor allem um stark verzögerte oder ganz verweigerte Zahlungen, versteckte Ausschlussklauseln und eingeschränkte Tierarzt-Auswahl.

Auch diese Erkenntnisse sind in den Aufbau der Angebote ihres Versicherungsunternehmens eingeflossen. Dadurch ist ein Versicherungskonzept entstanden, das sich an der Realität in der Tierarztpraxis orientiert und dadurch eine neue Herangehensweise an die Haustierkrankenversicherung etabliert. 

In Teil 2 unserer Reihe werden wir uns die Entwicklung der Krankenversicherung genauer ansehen und beleuchten, wie sie in England vor ungefähr 15 Jahren ihren Erfolgszug begann und wie sie jetzt in Deutschland doch immer mehr Einzug hält.

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