Rund um die Uni

Die TiHo kann auch anders!

Martin Rütter würgt Guido Cantz und der Präsident der TiHo Dr. Greif steht lediglich daneben und lacht. Warum greift unser Präsident da nicht ein? Ende August veröffentlichte die BILD-Zeitung solch ein Bild mit Guido Cantz, Martin Rütter und dem Präsident der TiHo Dr. Greif, wie kam es zu so einem Bild?

Für die Studierenden, die live dabei waren, begann alles knapp anderthalb Wochen vor Veröffentlichung des Bildes: Über den Uni-Verteiler kam eine Mail von Herrn Prof. Schröder mit dem Betreff „Veranstaltung Montag 28.8., 17 Uhr st mit Martin Rütter „Kommunikation Mensch Hund““. Laut dieser Mail würde die WP-Veranstaltung aus „organisatorischen Gründen“ in der Aula und nicht im Hörsaal Pathologie stattfinden und darum gäbe es noch freie Plätze. Nun hieß es so schnell wie möglich Herrn Prof. Schröder zu antworten um sich einen der begehrten freien Plätze zu sichern.

Da es in der Tiermedizin keine Semesterferien sondern lediglich eine vorlesungsfreie Zeit mit Prüfungen gibt, war eine solche Veranstaltung eine willkommene Auszeit vom Lernen zwischen den Prüfungen und für das 6. Semester war sie sogar der Abschluss der diesjährigen Prüfungsphase. Dementsprechend fanden sich am 28. August kurz vor 17 Uhr rund 300 Studierende in der Aula ein und freuten sich auf den Vortrag. Nach einer kurzen Begrüßung von Herrn Prof. Schröder betrat jedoch nicht Martin Rütter sondern ein Mitarbeiter der Sendung „Verstehen Sie Spaß“ die Bühne und erklärte, dass Martin Rütter hereingelegt werden solle und wie es ablaufen würde: Im Anschluss von dem 40-minütigen Vortrag „Kommunikation Mensch Hund“, war eine Podiumsdiskussion geplant. An dieser würden neben Herrn Prof. Schröder und Martin Rütter auch ein Vertreter der Pharmaindustrie und ein Informatiker teilnehmen, wobei letztere lediglich von Schauspielern dargestellt wurden. Auch Guido Cantz liess sich unter lautem Applaus kurz blicken, bevor er wieder in sein Versteckt zurückkehrte, damit Martin Rütter ihn auf keinen Fall im Voraus sehen konnte.

Erst gegen 18 Uhr wurde Martin Rütter abgeholt, verkabelt und betrat unter begeistertem Applaus die Bühne. Ein kurzer Ausschnitt seines 40minütigen- Vortrages ist im Artikel „Ein Mord- Schritt für Schritt erklärt“ auf S.xxx zu lesen.

Am Ende des Vortrags nahm Martin Rütter zusammen mit Herrn Prof. Schröder auf dem einen Sofa Platz, ihnen gegenüber setzten sich der Pseudo-Informatiker und Pseudo-Pharma-Vertreter. Die Moderatorin wies auf die „neusten Errungenschaften“ in der Pharma-Industrie und in der Informatik hin, die in Zukunft bestimmt die Kommunikation Hund-Mensch vereinfachen werden würden. Schon recht früh sah man Martin Rütter an, dass er es nicht fassen konnte, was er zu hören bekam. Als der Pseudo- Pharma-Vertreter von einer angeblichen Studie in Zusammenarbeit mit der TiHo, in welcher Hunden Pillen gegeben wurden um sie zu Veganer umzupolen, fragt Martin Rütter ungläubig Herrn Prof. Schröder: „Und DU machst bei so einem Scheiß noch mit“. Auf dem „Beweis“-Video dieser Studie sah man erst einmal die Hunde „ohne Pille“, die sich auf den Napf mit Fleisch stürzten, anschließend wurden dieselben Hunde nach Eingabe der Pille gezeigt, die zunächst den Napf mit Fleisch ablehnten und dann zum veganen Napf mit Möhren, Tomaten und Salat liefen und dort fraßen. Martin Rütter zweifelte an diesem Beweis und kommentierte bei einem Probanden: „Der Hund zeigt eindeutig Meideverhalten, dem habt ihr den [Fleisch]Napf doch madig gemacht vorher!“

Der Pseudo-Informatiker warf schon in seinem ersten Satz Martin Rütter vor resistent gegenüber dem Fortschritt zu sein und nicht mit der Zeit gehen zu wollen, laut ihm sei Martin Rütter noch in der analogen Welt geblieben und verweigere den Übergang ins digitale XXI Jahrhundert. Dank künstlicher Intelligenz werde es in Zukunft Roboter-Hunde geben, die man auch ausschalten kann, wenn man keine Zeit hat oder in Urlaub fahren will. Tierärzte werden dann statt Spritzen Schraubenzieher nutzen. Der Pseudo-Informatiker interpretierte das Verhalten von Martin Rütter als Angst vor dem Fortschritt, worauf letzterer aufschrie: „Vor euch habe ich Angst!“ und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Doch nicht nur Roboter-Hunde soll es dank künstlicher Intelligenz geben, auch Hunde mit implantierten Chips, die das Verhalten der Hunde verändern. Martin Rütter wollte nun schon nicht mehr glauben, was er von seinem Gegenüber zu hören bekam: „Ihr habt sie doch nicht mehr alle!“, zudem verzweifelte er immer mehr, vor allem da Herr Prof. Schröder sich sehr aus der Diskussion heraushielt: „Bernd! Jetzt sag Du doch auch mal was dazu!“ Im letzten Beweisvideo saß eine junge Frau auf einer Bank mit einem Hund, dieser suchte dank implantiertem Chip einen blonden, schlanken Mann für sie. Natürlich kam nun die Auflösung, da Guido Cantz als Objekt der Begehrte der Frau von dem Hund angesprungen wurde. Erst bei der Nahaufnahme des Gesichts von Guido Cantz, realisierte Martin Rütter, dass er reingelegt worden war.

Als Guido Cantz nun auch aus seinem Versteck hervortrat, war Martin Rütter sehr erleichtert, dass ihm die letzte Stunde nur vorgespielt wurde. Ihn beschäftigten jedoch weiterhin die absurden Ideen, die ihm unterbreitet worden waren. Nie hätte Martin Rütter es für möglich gehalten, dass er von „Verstehen Sie Spaß?“ hereingelegt werden konnte und als er nach und nach erfuhr, dass alle, sogar der Präsident der TiHo, von der Falle wussten und mitgespielt hatten, meinte er: „Aber damit konnte ich doch wirklich nicht rechnen, doch nicht hier [an der TiHo]!“

Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten für diesen lustigen und unvergesslichen Abend. Einen besonderen Dank vor allem an Frau Sonja von Brethorst und Herrn Prof. Bernd Schröder, dank welchen Martin Rütter überhaupt zur TiHo kommt und Vorträge hält. Und natürlich auch einen grossen Dank an Martin Rütter für sein Kommen und Mitspielen und Bereitsein wiederzukommen.

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